Tortuguero Nationalpark mit unzähligen Lagunen

Das erste Etappenziel war der TORTUGUERO NATIONALPARK an der Karibikküste. Es war nicht ganz einfach dorthin zukommen. Nach einer über 3-stündigen Autofahrt, die letzten 90 Minuten auf einer Schotterpiste vorbei an riesigen Bananenplantagen erreichten wir eine Anlegestelle. Es folgten noch einmal 90 Minuten mit dem Boot durch die Kanäle des Tortuguero-Flusses. Dann endlich erreichten wir unsere Lodge (Pachira Lodge) mitten im tropischen Regenwald auf einer kleinen Insel. Der Nationalpark zählt zu den attraktivsten des Landes und ist trotz der nicht leichten Anreise stark besucht. Nur mit dem Boot oder dem Flugzeug ist dieser knapp 19.000 ha große Nationalpark mit seinen unzähligen Lagunen und Kanälen erreichbar.

Da noch Zeit war, setzten wir mit dem Boot von der Lodge zu einer schmalen Landzunge am Atlantik über, auf der sich auch die Ort Tortuguero befindet. Hier an der Atlantikküste kommen die Meeresschildkröten zur Eiablage. Der Name Tortuguero kommt von tortuga (Schildkröte) und hier im Nationalpark am 36 km langen Küstenabschnitt befindet sich die wichtigste Brutstelle der grünen Meeresschildkröte in der Karibik. Die beste Zeit zur Beobachtung sind die Monate zwischen Juli und September.

Am nächsten Morgen, noch vor dem Frühstück unternahmen wir eine Bootstour. Eigentlich hatten wir uns den Wecker gestellt, aber die zahlreichen Brüllaffen in der Umgebung weckten uns in der Morgendämmerung rechtzeitig. Bei der 2-stündigen Fahrt durch die Kanäle konnten wir vor allem etliche Reiher und andere Wasservögel sehen.

Allein 300 Vogelarten sind hier im Park heimisch. Die meisten von ihnen, so z.B. Tukane und Sittiche sind nur mit dem Fernglas zu sehen. Aber Brüllaffen, Leguane, Flussschildkröten und einen Kaiman konnten wir aus der Nähe beobachten.